Trainingslager der Powerfrauen – Bericht & Fotos!

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Trainingslager vom 18.4.2017-23.4.2017


Dienstag 18.4.2017
Endlich war es soweit. Wie abgemacht standen alle Frauen pünktlich um 07.10 am Treffpunkt bereit. Auch der Car von Stiefvater Reisen stand schon da. Schnell wurde alles eingeladen und pünktlich um 07.30 fuhren wir los. Leider dauerte es nicht lange und schon standen wir wegen einem Unfall im Stau. Im Radio hörten wir, dass 10 Autos ineinander gekracht waren. Doch wir liessen uns nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Trotzdem verloren wir ca. 90 min. im Stau,  dann ging es gut voran. Die Stimmung im Car war sehr gut. Die Frauen hörten den ganzen Weg bis ins Hotel Musik. Nach 8 Stunden genau um 15.30 kamen wir in Riva del Garda an. Im Programm stand eigentlich um 17.00 Uhr Krafttraining im Hoteleigenen grossen Fitnessraum an. Doch die Fahrt war lange genug gegangen, dass ich mich kurzerhand entschied Ihnen frei zugeben. Die meisten Frauen gingen in das 300 Meter entfernte Dorf hinunter, um es ein bisschen auszukundschaften. Um 19.00 Uhr gab es dann endlich Abendessen. Die Frauen hatten während der ganzen Fahrt nicht viel gegessen und daher hatten sie einen Mordshunger.

Nach dem Essen wollten wir uns gemeinsam das Champions-League Spiel Real Madrid – Bayern München ansehen, doch leider wurde es auf keinem Sender ausgestrahlt. Verzweifelt suchten wir im Dorf einen Pub auf, der das Spiel Live übertragen würde. Doch auch hier wurden wir enttäuscht.

 

Mittwoch 19.4.2017
Nun stand das erste Training auf dem Kunstrasen an. Um 8.30 nahmen wir das Morgenessen ein und um 9.45 ging es dann mit dem Car in die ca. 6 Km entfernte Sportanlage. Der Platzwart wartete schon auf uns und zeigte mir gleich was ich alles benutzen durfte. Punkt 10.00 ging es los. Ich wollte den Frauen mal ein bisschen auf den Zahn fühlen um zusehen wie Fit wir eigentlich waren.

Mit Bravur absolvierten sie das erste Training das gute 105 Minuten dauerte. Um 12.00 Uhr ging es zum Hotel zurück. Die Frauen gingen sofort in den Pool, um ein bisschen runter zufahren und die Beine im Wasser abzukühlen. Um 13.00 Uhr gab es dann Mittagessen. Ich setzte gleich eine Regel auf, dass alle mindestens 45 Min. am Tisch sitzen bleiben. Gesagt getan! Nach ca. 50 Min. standen die ersten Frauen auf und gingen aufs Zimmer bis 14.45 Uhr. Dann hiess es wieder in die Schuhe und ab auf den Platz. Von  15.00 – 16.30 trainierten wir sehr gut, doch merkte man es ihnen an, dass das Morgentraining ziemlich in die Beine ging. Schon am ersten Tag hatten einige keine Kraft mehr. Man muss aber auch erwähnen, dass es schon eine Umstellung ist, 2x am Tag zu trainieren.

Kaum im Hotel zurück ging der grösste Teil wieder in den Pool um zu entspannen. Um 19.00 Uhr gab es wieder Abendessen. Doch heute Abend waren wir sicher, dass wir uns das Spiel zwischen FC Barcelona – Juventus Turin ansehen können, denn es war eine italienische Mannschaft die spielte und daher das italienische Fernseher dieses Spiel ganz sicher Live übertragen würde.

Adri der Bruder von einer Juniorinn von uns zog sich das Leibchen von Barcelona an. Ich musste ihm erklären, dass Juve nicht Paris St. Germain ist und sie daher die 3-0 Führung nicht mehr so leicht aus der Hand geben würden.  Doch Adri hörte nicht zu und schrie den ganzen Abend Hopp Barcelona. Je länger das Spiel dauerte, umso ruhiger wurde er. Am Schluss meinte er, er werde jetzt Juve die Daumen drücken.

 

Donnerstag 20.4.2017
Der Tag begann friedlich um 8.00 Uhr beim gemeinsamen Frühstück. Am Tisch wurde dann von Träumen erzählt und gelacht. Um 9.45 trafen wir uns alle wieder im Bus, der uns Richtung Fußballplatz fuhr. Im Morgentraining standen Schuss-und Pass Übungen auf dem Programm. Trotz des starken Windes liessen sich die Frauen nicht unterkriegen.

Nach dem Training war die ganze Mannschaft ziemlich erschöpft und freute sich auf das Mittagessen im Hotel. Am Tisch wurde an diesem Tag eifrig diskutiert. Einige Frauen hatten kurz vorher junge Tennisspieler kennengelernt. Nach kurzer Absprache mit mir beschlossen wir die Jungs mit ins Nachmittags Traning  zu nehmen, um anschliessend gegen sie zu spielen. Die Frauen mussten leider feststellen, dass die Jungs nicht nur Tennis spielen konnten, sondern auch ganz gut Fussball. Emil spielte sogar neben Tennis noch Fussball in einem Verein. Eine Gruppe der Frauen spielten gegen die Jungs 1:1 und die andere Gruppe ging gnadenlos mit 3-0 unter. Nach einer kurzen Wasserschlacht ging es zurück zum Hotel. Während dem die einen den restlichen Nachmittag mit Volleyballspielen verbrachten, genossen andere den frühen Abend am Gardasee. Das Abendessen verlief friedlich und den Abend liessen die Frauen erschöpft aber glücklich ausklingen.

 

Freitag 21.4.2017
Unser freier Tag in Verona. Der Morgen begann wie jeden Morgen für alle gleich hektisch. Die Frauen haben die Zeit ein bisschen unterschätzt. Dennoch konnten wir pünktlich um 9.00 Uhr das Hotel Richtung Verona mit dem Car verlassen. Nach 90 Min. fahrt waren wir in Verona angekommen. Dort teilten wir uns in kleine Gruppen auf und schon war die ganze Mannschaft in den gassen der Stadt verschwunden. Alle Läden wurden mindestens einmal besucht, viel Essen gekostet und auch der berühmte Balkon von Romeo e Julietta mitsamt den schönen Brunnen wurden bestaunt. Die Zeit verging für die einen wie im Fluge und für die anderen eher zu langsam. Um 16.00 trafen wir uns alle wieder bei der Arena von Verona und von da weg gingen wir gemeinsam zum Car-Parkplatz. Unseren Fahrer riss es fast von den Socken als er das Ausfahrtsticket einlöste. Satte 65 Euro musste er für 5 Stunden Parken bezahlen. Bei der Rückfahrt mussten wir einen kleinen Umweg machen, da Maria und ihr Sohn Andri heute bei ihrer zweiten Tochter und Schwester Kira zum nächsten Hotel erwartet wurden. Unsere B-Juniorinnen sind heute auch in der Nähe von Verona zum Trainingslager angereist. Sie verweilen bis am Mittwoch den 26.4.2017 dort. Als wir uns verabschiedeten ging es in einer 90 minütigen Fahrt zurück zum Hotel. Dort angekommen blieb uns eine knappe halbe Stunde Zeit, um uns etwas frisch zumachen und dann zum Nachtessen zugehen. Das Abendessen verlief ziemlich laut, weil die Tennis-Jungs heute ihren letzten Abend hatten. Wir hatten noch einen ganzen Tag mehr, den wir auskosten konnten.

 

Samstag 22.4.2017
Das letzte Training stand an. Heute mussten wir uns leider auch noch von Denise, die Mutter von Lea und unser Captain Dicle, verabschieden. Dicle musste leider am Sonntag aus beruflichen Gründen um 14.00 Uhr wieder abreisen. Darum hat Denise sich freundlicherweise anerboten mit ihrem eigenem Auto zu kommen, damit Dicle nicht alleine von Riva del Garda aus mit dem Zug nach Winterthur reisen musste. Sie fuhren schon um 05.06 Uhr ab. Da waren alle von uns noch im tiefen Schlaf. Wie jeden Morgen ging es um 9.45 los zum Training. Heute war Spass angesagt. Wir machten 2 tolle Spiele mit dem Ball und danach noch ein kleines Mätchli. Heute mussten  wir gleich auf 6 Spielerinnen verzichten, die eigentlich im Hotel in den Kraftraum hätten  gehen sollen. Aber man sollte nie ausser Acht lassen, dass Trainer überall Ohren und Augen haben. Nichts desto trotz haben wir sehr gut trainiert und um 12.00 Uhr hiess es Tschüss. Wir verabschiedeten uns vom Platzwart, der uns die ganze Zeit zur Verfügung stand und uns sehr unterstützte, indem wir unser gesamtes Material dort tagsüber lagern konnten und nicht immer hin und her schleppen mussten.

 

Im Hotel angekommen stürzten sich die Frauen wieder in den Pool bis knapp vor dem Mittagessen. Am Nachmittag gab ich den Frauen frei, damit sie sich nochmals in aller Ruhe im Dorf austoben konnten. Auch am Abend gingen einige noch ins Dorf, um das letzte Eis zu genießen. Die meisten fingen aber an zu packen, denn am Sonntag Morgen um 06.15 fuhren wir los Richtung Winterthur. Das Hotel hatte uns noch Lunch-Säckchen bereit gestellt, da sie erst um 07.00 Uhr das Frühstück anbieten. Die Reise verlief sehr gut und ohne Stau. Um 12.30 kamen wir in Winterthur an und alle Eltern, die dort warteten, konnten ihre Töchter wohlauf wieder in die Arme nehmen.

 

Es war eine wunderbare Zeit, die ich unter anderem mit meiner Familie und den Frauen erleben durfte. Ich bedauere es sehr, dass mein Co-Trainer Michael Lüscher und seine Frau Mira nicht dabei sein konnten. Hätte Euch bestimmt gefallen.

 

Ein grosses Dankeschön geht auch an die Eltern, die mir das Vertrauen geschenkt haben, ein tolles Trainingslager mit den Töchtern durchzuführen. Danke an die Begleitpersonen, die mich unterstützt haben. Ihr wart einfach grossartig. Danke auch an meine Frau und meiner Tochter, dass sie mich begleitet haben.

 

Wir sind auch der Jugendinfo der Stadt Winterthur sehr dankbar. Die Jugendbeauftragte Mireille Stauffer hat dieses Trainingslager finanziell unterstützt. Vielen, vielen Dank dafür!

 

Und ohne den Segen unseres Präsidenten und seinen Zustupf, hätten wir dieses Trainingslager gar nicht durchführen können. Tausend Dank auch Dir Stephan.
Unser neues Motto unserer  Mannschaft heisst ab gestern NIE OHNE MEIN TEAM!!!!!!!!!!!
Und nun… viel Spass mit den Fotos!

 

MASSIMO URBANO

Hopp Töss !!!!!!!!!!